• facebook
  • twitter
  • youtube
  • flickr
category-daily-life

Was tun mit Strafzetteln?

Speeding & Parking

Speeding & Parking

Neuseeländische Ordnungshüter sind streng, wenn es um Falschparken und Schnellfahren geht. Insbesondere in den größeren Städten gibt es kleine „Armeen“ von Parking Wardens, deren Job es ist, durch die geschäftigen Straßen zu schlendern und Falschparker zu identifizieren und Strafzettel auszustellen.

Aufpassen muß auch, wer gerne schnell fährt. Man kann auf die verschiedensten Arten erwischt werden. Es gibt sowohl stationäre Radarkameras an für’s Schnellfahren beliebten Stellen, als auch mobile Blitzer, die in Polizeiautos montiert sind, und zwar sowohl in offiziellen Streifenwagen, als auch in zivilen Autos. Am häufigsten sind zivile Lieferwagen, die einfach am Straßenrand unbemannt geparkt sind. Aber auch zivile PKWs, die Streife fahren, sind meist mit Blitzern ausgestattet. Die können die Geschwindigkeit der Fahrzeuge in beide Verkehrsrichtungen während der Fahrt mit Laserkameras überprüfen und halten Schnellfahrer dann prompt mit Blaulicht an. Der Strafzettel wird dann sofort und vor Ort ausgestellt. Bezahlen muß man allerdings nicht vor Ort.

Aber muß man denn überhaupt bezahlen? Schließlich ist man ja nur ein paar Wochen auf Urlaub in Neuseeland… Strafzettel werden in der Regel der Mietwagenfirma zugeschickt, die berechtigt ist, das Bußgeld von der Kreditkarte des ausländischen Kunden abzuziehen, um das Geld an die Ordnungsbehörde weiterzuleiten. Allerdings sind sie nicht dazu verpflichtet und machen das in der Regel nur, wenn der Kunde auch damit einverstanden ist.

Bußgelder im Wert von über 550 Millionen Dollar werden dem Neuseeländischem Staat geschuldet (die Zahl stammt aus dem Jahre 2014). Wieviel davon Ausländer verursacht haben, ist unbekannt, aber man kann vermuten, dass ein beträchtlicher Anteil auf das Konto von ausländischen Verkehrssündern geht, die einfach darauf vertrauen, dass der neuseeländische Staat keine Vollstreckungsmöglichkeiten im Ausland hat.

Trotzdem rät Peter Hahn, Einwanderungsberater, allen, die Neuseeland in der Zukunft vielleicht wieder einen Besuch abstatten wollen, die Lost Speeding Ticket zu How to pay, denn Immigration New Zealand hat durchaus die Möglichkeit, ausländischen Besuchern bei der nächsten Einreise Schwierigkeiten zu machen. Nach unserer Kenntnis ist das zur Zeit (2015) nicht der Fall, aber das bedeutet ja nicht, dass es immer so bleiben wird. Im What happened if i do not pay könnte ein ausländischer Verkehrssünder Unpaid Fines, Stop Travelling geschickt werden und im besten Fall müsste er die ausstehenden Bußgelder, inklusive Versäumnisgebühren, bei der Ankunft bezahlen. Fest steht jedenfalls, dass ein verstärkter Wille besteht, die Bußgeld-Außenstände zu reduzieren. Seit Februar 2014 haben die Behörden unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit neuseeländischen Zahlungsunwillgen den Führerschein zu entziehen. Gegenüber Ausländern gilt diese Regelung zwar nicht, trotzdem ist aber der generelle Trend zu erkennen, dass zahlungsunwilligen Verkehrssündern gegenüber in Zukunft weniger Toleranz gezeigt werden wird.

Join the discussion:

    

Archiv

Copyright © Neuseeland eZine. All rights reserved.